EuroWire , NEW YORK : Die US- Aktienindizes schlossen am Montag auf Rekordhochs. Der Dow Jones Industrial Average und der S&P 500 verzeichneten moderate Gewinne, da Anleger die Stärke einzelner Unternehmensaktien gegen den zunehmenden politischen Druck auf die US-Notenbank abwägten. Gleichzeitig erreichte der Goldpreis ein neues Allzeithoch, und der US-Dollar schwächte sich ab, was die gestiegene Nachfrage nach Vermögenswerten widerspiegelt, die gemeinhin als Wertspeicher gelten.

Der Dow Jones Industrial Average stieg leicht und schloss auf einem Rekordhoch, während der S&P 500 ebenfalls einen neuen Schlussrekord erreichte. Der Nasdaq Composite legte ebenfalls zu, gestützt durch Kursgewinne bei mehreren großen Technologie- und Konsumgüteraktien. Der Handel verlief über weite Strecken uneinheitlich, wobei die Indizes zwischen leichten Gewinnen und Verlusten schwankten, bevor sie sich zum Handelsschluss stabilisierten.
Die Aufmerksamkeit der Märkte richtete sich unter anderem auf die erneute öffentliche Kritik von Präsident Donald Trump an der US-Notenbank Federal Reserve und ihrem Vorsitzenden Jerome Powell. Trump bekräftigte seine Unzufriedenheit mit der aktuellen Zinspolitik und forderte erneut niedrigere Kreditkosten. Zuvor hatte der Präsident der Zentralbank vorgeworfen, gegen das Wirtschaftswachstum zu handeln. Die Federal Reserve hatte zuvor erklärt, ihre geldpolitischen Entscheidungen würden von Wirtschaftsdaten und ihrem Auftrag zur Preisstabilität und maximalen Beschäftigung geleitet.
Trotz des politischen Umfelds reagierten die Aktienmärkte zunächst nur verhalten. Analysten stellten fest, dass Anleger den Gewinnaussichten der Unternehmen und den jüngsten Wirtschaftsdaten offenbar Vorrang vor politischen Entwicklungen einräumten. Die in den letzten Wochen veröffentlichten US- Wirtschaftsindikatoren deuten auf stabile Konsumausgaben und eine anhaltende Widerstandsfähigkeit in Teilen des Arbeitsmarktes hin, was die Erwartungen einer fortgesetzten Wirtschaftstätigkeit stützt.
Die Goldpreise stiegen deutlich und setzten damit ihre bereits starke Rallye fort. Sie erreichten ein neues Rekordhoch von über 4.600 US-Dollar pro Unze. Dieser Anstieg spiegelte die gestiegene Nachfrage nach sicheren Anlagen angesichts der Unsicherheit bezüglich der geldpolitischen Unabhängigkeit und der umfassenderen globalen Risiken wider. Auch Silber und andere Edelmetalle legten zu, wenn auch weniger stark als Gold. Auf den Devisenmärkten schwächte sich der US-Dollar gegenüber einem Währungskorb wichtiger Währungen ab. Die Renditen von US-Staatsanleihen entwickelten sich uneinheitlich: Länger laufende Anleihen blieben auf dem Niveau der letzten Jahre, während kürzer laufende Anleihen nur geringfügige Schwankungen aufwiesen. Anleiheinvestoren wogen weiterhin die Aussichten für die US-Zinsen gegen die Inflationsentwicklung und die Signale der Fiskalpolitik ab.
US-Aktienindizes verzeichnen moderate Gewinne auf Rekordniveau
Die Performance der einzelnen Sektoren am Aktienmarkt war uneinheitlich. Finanzwerte hinkten dem Gesamtmarkt hinterher, belastet durch erneute Diskussionen im Weißen Haus über Maßnahmen zur Senkung der Verbraucherkreditkosten, darunter Vorschläge zu Kreditkartenzinsen. Große Banken und Kreditgeber verzeichneten Kursverluste, was den Finanzsektorindex belastete. Aktien aus dem Einzelhandel und dem Konsumgüterbereich stützten den Gesamtmarkt. Die Kurse großer Einzelhändler stiegen nach Unternehmensmeldungen und anhaltenden Anzeichen einer stabilen Verbrauchernachfrage. Defensive Sektoren wie das Gesundheitswesen und die Energieversorgung zogen ebenfalls das Interesse auf sich, da Anleger ihr Risikoprofil ausbalancierten.
Energiewerte entwickelten sich uneinheitlich, da die Ölpreise nahe ihrer jüngsten Spanne verharrten. Die Rohölmärkte wurden von den laufenden Einschätzungen der globalen Angebotslage und Nachfrageentwicklung beeinflusst, größere Preisschwankungen waren im Laufe des Handelstages nicht zu verzeichnen. Technologiewerte verzeichneten insgesamt moderate Gewinne, wobei Anleger gezielt Positionen in Unternehmen aufstockten, die von den langfristigen Investitionstrends im digitalen Bereich und in der Infrastruktur profitieren dürften.
Die europäischen Märkte schlossen uneinheitlich, asiatische Aktien gaben vorhin nach.
Der Dow Jones Industrial Average beendete den Handelstag mit einem Plus von weniger als einem halben Prozent, während der S&P 500 ein ähnliches Plus verzeichnete. Der Nasdaq Composite legte etwas stärker zu. Die Marktbreite war uneinheitlich, wobei an den wichtigstenUS -Börsen die Gewinner die Verlierer knapp übertrafen. Außerhalb der USA zeigten die globalen Aktienmärkte eine unterschiedliche Performance. Europäische Aktien schlossen uneinheitlich, während mehrere asiatische Märkte im Tagesverlauf Verluste verzeichneten, was auf regionale Wirtschaftsdaten und Währungsbewegungen zurückzuführen war. Weltweit konzentrierten sich die Anleger weiterhin auf die geldpolitischen Signale der Zentralbanken der großen Volkswirtschaften.
Die US-Märkte richten ihren Blick im Laufe dieser Woche auf weitere Wirtschaftsdaten und die nächsten Unternehmensberichte. Unternehmen verschiedenster Branchen werden ihre Ergebnisse veröffentlichen und damit weitere Einblicke in Gewinnmargen, Verbrauchernachfrage und die Auswirkungen von Finanzierungskosten geben. Bislang haben die Aktienmärkte ihren Aufwärtstrend fortgesetzt, obwohl die politischen und geldpolitischen Spannungen weiterhin im Fokus stehen.
Der Beitrag „Dow und S&P 500 erreichen neue Rekordwerte, Goldpreis steigt auf neuen Höchststand“ erschien zuerst auf British Messenger .
